DOM PERIGNON Champagne BRUT 2017
Die Weinlese 2017: Ein trockenes und kontrastreiches Jahr
Das Jahr 2017 verlief in drei Phasen, drei gegensätzlichen Richtungen, die den spannungsreichen Charakter dieses Jahrgangs prägten. In den Weinbergen begann das Jahr mit einem milden Winter.
Doch im frühen Frühling, im März, wurde die Ruhe durch zwölf Frosttage unterbrochen, was zu einem geringeren Ertrag führte. Der restliche Frühling und der Frühsommer waren warm und trocken – Bedingungen, die eine frühe Reife und Zuckerkonzentration in den verbleibenden Trauben begünstigten. Die Regenfälle Ende August veränderten die Situation: Botrytis und Essigsäurebakterien breiteten sich aus und gefährdeten die Trauben. Wie schon 2005 und 2010 waren eine sorgfältige Lesestrategie und eine gekonnte Selektion entscheidend, um die besten Früchte zu retten. Die geernteten Chardonnay-Trauben waren die reifsten seit 2000, und die Pinot-Noir-Trauben zeigten eine wunderbare Balance zwischen Reife und Frische.
Dom Pérignon Vintage 2017 präsentiert sich in einem leuchtenden Goldgelb, durchzogen von einer außergewöhnlich feinen und anhaltenden Perlage. In der Nase entfaltet sich ein elegantes und präzises Bouquet, in dem Noten von weißfleischigen Früchten, reifen Zitrusfrüchten und Pfirsich mit zarten floralen Aromen verschmelzen. Komplexere Nuancen von Brioche, gerösteten Mandeln und subtilen Gewürznoten treten hervor, begleitet von einer feinen, für das Haus typischen, kreidigen Mineralität. Am Gaumen ist er harmonisch, frisch und cremig, mit einer ausgewogenen Struktur und einer lebendigen Säure, die den Genuss trägt. Der Abgang ist lang, herzhaft und einhüllend und hinterlässt ein Gefühl von großer Finesse und anhaltender Wirkung. Ein Champagner von außergewöhnlicher Eleganz, der sich mit der Zeit anmutig weiterentwickeln kann.
Unter Spannung entstanden, birgt Dom Pérignon Vintage 2017 ein innewohnendes Geheimnis: Komplexität, Dualität – wie der Eintritt in den Strudel eines Energiesturms. Zwischen Opulenz und Kantigkeit, zwischen Rundheit und Linearität vereint er Gegensätze. Er präsentiert eine mineralische Spannung, ein charakteristisches Merkmal von Dom Pérignon, aber auch die Großzügigkeit einer außergewöhnlichen, dennoch gezähmten und ausgewogenen Reifung.
Seine Bewegung ist pulsierend, wirbelnd, wie eine Substanz, die der Schwerkraft trotzt.

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